Island
Telefonvorwahl
+354
Hauptstadt
Reykjavik
Bevölkerung
380.000
Einheimischer Name
Ísland
Region
Europa
Nordeuropa
Zeitzone
Greenwich Mean Time
UTC±00
Auf dieser Seite
Island gehört zu den Ländern, deren Reisebild weltweit sofort erkennbar ist: Lavafelder, heiße Quellen, Gletscher, Wasserfälle, schwarzer Sand, Nordlichter und die Idee einer fast außerirdisch wirkenden Landschaft. Doch gerade weil Island so stark bebildert ist, lohnt sich eine präzisere Sicht. Das Land ist nicht nur eine Sammlung naturphotogener Punkte, sondern ein Raum, in dem Vulkanismus, Geothermie, Wetter, Licht und Entfernung den Reisealltag bestimmen. Reykjavik bildet dabei einen kleinen, gut organisierten urbanen Einstieg, während Ringstraße, Südküste, Hochland und entlegenere Fjordregionen sehr unterschiedliche Island-Erfahrungen öffnen. Wer nach Island reist, sollte deshalb nicht nur auf Spektakel, sondern auch auf Rhythmus, Weite und Wetter eingestellt sein.
Visum und Einreise nach Island
Als Mitglied des Schengen-Raums folgt Island den allgemeinen Schengen-Einreiseregeln. EU-, EWR- und Schweizer Staatsangehörige können frei einreisen. Viele weitere Nationalitäten, darunter die USA, das Vereinigte Königreich, Kanada, Australien, Neuseeland und Japan, dürfen sich für touristische oder geschäftliche Aufenthalte bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen visumfrei im Schengen-Raum aufhalten. Visumpflichtige Reisende müssen ein Schengen-Visum beantragen, in vielen Fällen über diplomatische Vertretungen Dänemarks. Der Reisepass muss in der Regel noch mindestens drei Monate über die geplante Ausreise hinaus gültig sein.
Gängige Visumtypen
Visumfreie Schengen-Einreise
Für Tourismus, Geschäftsreisen und kurze private Aufenthalte vieler berechtigter Nationalitäten.
EU-/EWR-/Schweiz-Einreise
Für freie Bewegung innerhalb des europäischen Raums.
Schengen-Visum Typ C
Für kurzfristige Aufenthalte visumpflichtiger Nationalitäten.
Langzeitvisum Typ D
Für längere Aufenthalte etwa zu Arbeit, Studium oder Familiengründen.
Wichtige Reisehinweise für Island
Reiseführer
Der Goldene Kreis — Þingvellir, Geysir und Gullfoss auf einer Tagesfahrt ab Reykjavik — ist der beliebteste Einstieg, aber nur ein Bruchteil dessen, was Island bietet. Im Þingvellir-Nationalpark (UNESCO) driften die eurasische und nordamerikanische Kontinentalplatte sichtbar auseinander, und genau hier tagte ab 930 n. Chr. das Althing, das älteste noch bestehende Parlament der Welt. Am Geysir bricht der Strokkur alle fünf bis zehn Minuten aus, und der Gullfoss stürzt über zwei Stufen in eine Schlucht mit permanentem Regenbogen im Sommer. Jenseits des Goldenen Kreises führt die Ringstraße (Route 1, 1.332 km) in sieben bis vierzehn Tagen einmal um die gesamte Insel — durch schwarze Sandküste, Gletscherzungen, mondähnliche Lavafelder und stille Ostfjorde, oft innerhalb weniger Stunden. Die Gletscherlagune Jökulsárlón, an der Eisberge vom Vatnajökull kalben und als transparente Brocken am Diamond Beach stranden, ist das meistfotografierte Motiv des Landes. Reynisfjara mit den Basaltsäulen und der tosenden Atlantikbrandung, Dettifoss (Europas wasserreichster Wasserfall), die Vulkankrater und Fumarolen von Mývatn und die Halbinsel Snæfellsnes — oft als „Island im Kleinen" bezeichnet — ergänzen eine Route fast ohne tote Kilometer. Im Winter tanzen die Nordlichter von September bis März über dunkle Himmel, und Eishöhlen im Vatnajökull-Gletscher offenbaren Innenräume in elektrischem Blau. Im Sommer erlaubt die Mitternachtssonne endlose Fahrtage und Wanderungen, und Papageientaucher-Kolonien nisten an den Klippen. Island ist teuer — vermutlich das teuerste Reiseziel Europas — aber Dichte und Ausmaß der Naturschauspiele sind auf dem Kontinent beispiellos. Direktflüge von Frankfurt, München, Hamburg, Düsseldorf, Berlin und Wien nach Keflavik machen die Anreise aus dem deutschsprachigen Raum unkompliziert.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Island ist eines der stärksten Ziele Europas für Reisende, die Wasserfälle, Gletscher, Vulkane und geothermische Landschaften als eigentlichen Reisegrund suchen.
Die Ringstraße eignet sich für mehrtägige Rundreisen, bei denen viele sehr unterschiedliche Landschaften in einem großen Bogen erlebt werden können.
Von Herbst bis Frühjahr ist Island ein starkes Ziel für Polarlichtreisen, winterliche Küstenfahrten und Eiswelten.
Blue Lagoon, heiße Quellen und geothermische Badeorte geben dem Land eine eigene Form von Naturwellness und Alltagserholung.
Die hellen Sommermonate eignen sich für lange Fahrtage, Wanderungen, Walbeobachtung und Reisen bis spät in den Abend hinein.
Geld & Währung
Isländische Krone (ISK)
Währungscode: ISK
Praktische Geldtipps
Island ist nahezu bargeldlos — Karte genügt überall
Island gehört zu den bargeldlosesten Gesellschaften der Welt. Visa und Mastercard (einschließlich kontaktlos, Apple Pay, Google Pay) werden praktisch überall akzeptiert — Restaurants, Tankstellen, Hot-Dog-Stände, abgelegene Hochlandhütten, Campingplatz-Duschen, öffentliche Toiletten und sogar unbemannte Hofläden. Viele Reisende kommen durch den gesamten Urlaub, ohne einen einzigen Geldschein anzufassen. Eine Bargeldreserve ist nicht nötig. Wer dennoch etwas abheben möchte, zieht am Flughafen Keflavik ISK aus dem Automaten — aber 99 % aller Zahlungen laufen per Karte.
Die Isländische Krone — kleine, schwankende Währung
Islands Währung ist die Isländische Krone (ISK), Mehrzahl krónur. Scheine gibt es in 500, 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 ISK, Münzen von 1 bis 100 ISK. Die Krone ist eine frei schwankende Währung und kann deutlich fluktuieren. Geldwechsel vor der Abreise ist unnötig — die Bankkarte reicht. Am Kartenterminal und Geldautomaten immer in ISK bezahlen und die Option „in Heimatwährung zahlen" (dynamische Währungsumrechnung) ablehnen, da der Aufschlag von 3-7 % den Wechselkurs des Händlers statt der eigenen Bank zugrunde legt.
Geldautomaten vorhanden, aber selten benötigt
Geldautomaten befinden sich am Flughafen Keflavik, in Reykjavik, Akureyri und den meisten Orten. Die großen Banken — Landsbankinn, Íslandsbanki und Arion Bank — betreiben Automaten, die Visa und Mastercard akzeptieren. Da Karten überall funktionieren, brauchen die meisten Reisenden kein Bargeld. Wer trotzdem abheben will: 5.000 bis 10.000 ISK decken gelegentliche Kleinigkeiten. Reisekarten ohne Auslandstransaktionsgebühren (Wise, Revolut, N26) bieten die besten Kurse.
Kein Trinkgeld — Service ist im Preis enthalten
Auf Island gibt es keine Trinkgeldkultur. Der Service ist in allen Preisen eingerechnet. Weder in Restaurants noch in Taxis, Hotels oder bei Reiseleitern wird Trinkgeld erwartet. Wer herausragenden Service erlebt, kann aufrunden, aber es ist weder üblich noch erwartet. Das ist angesichts der hohen isländischen Preise eine willkommene Entlastung für das Reisebudget.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
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