Jordanien
Telefonvorwahl
+962
Hauptstadt
Amman
Bevölkerung
11 Millionen
Einheimischer Name
الأردن
Region
Asien
Westasien
Zeitzone
Osteuropäische Zeit
UTC+02:00
Auf dieser Seite
Jordanien gehört zu den am leichtesten und sichersten bereisbaren Ländern des Nahen Ostens — kompakt genug, um Petra, das Tote Meer, Wadi Rum, die römische Stadt Jerash, die Wüstenschlösser und das Rote Meer in einer einzigen Rundreise zu verbinden, mit hervorragender Tourismusinfrastruktur und einer Gastfreundschaft, die für die Region charakteristisch ist. Für deutschsprachige Reisende ist Jordanien seit Jahrzehnten eines der wichtigsten kulturtouristischen Ziele jenseits Europas — die großen DACH-Studienreiseveranstalter (Studiosus, Gebeco, Marco Polo, Berge & Meer) führen Jordanien als feste Größe im Programm. Der Berg Nebo, von dem aus Mose laut biblischer Überlieferung das Gelobte Land sah, gehört zu den wichtigsten christlichen Pilgerorten des Heiligen Landes — gerade für katholische und evangelische Pilgergruppen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Madaba-Mosaikkarte aus dem 6. Jahrhundert ist seit dem 19. Jahrhundert Gegenstand intensiver Forschung an deutschsprachigen Universitäten. Direktflüge erreichen Amman aus Frankfurt (Lufthansa, Royal Jordanian), München, Wien (Royal Jordanian) und Zürich.
Visum und Einreise nach Jordanien
Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen weiteren Ländern erhalten am Flughafen Queen Alia (Amman) sowie an den meisten Land- und Seegrenzen ein Visum bei Ankunft (Visa on Arrival, JOD 40, etwa 50 Euro). Für Touristen ist jedoch fast immer der Jordan Pass die wirtschaftlich beste Lösung: Er kostet je nach Petra-Variante JOD 70–80 (ca. 90–105 Euro), enthält die Visumgebühr (entfällt bei mindestens drei aufeinanderfolgenden Übernachtungen im Land), den Eintritt nach Petra (allein bis zu JOD 55 wert) sowie zu über 40 weiteren Sehenswürdigkeiten — darunter Jerash, die Wüstenschlösser und Umm Qais. Der Jordan Pass muss vor der Anreise online unter jordanpass.jo gekauft und ausgedruckt werden. Bestimmte Nationalitäten müssen das Visum vorab über die jordanische Botschaft beantragen. An den Grenzübergängen zu Israel gelten besondere Regeln: Am König-Hussein-Brückenübergang (Allenby) wird kein Visum bei Ankunft ausgestellt; am Sheikh-Hussein-Übergang im Norden und in der Aqaba-Sonderwirtschaftszone (ASEZ) hingegen schon. Reisepass mindestens sechs Monate über das geplante Ausreisedatum gültig.
Gängige Visumtypen
Jordan Pass (Visumbefreiung + Eintrittspaket)
Für Touristen mit Petra-Besuch und mindestens drei aufeinanderfolgenden Übernachtungen — die wirtschaftlich beste Lösung.
Visum bei Ankunft
Für Touristen ohne Jordan Pass aus den meisten Nationalitäten an Flughäfen und Land-/Seegrenzen.
Botschaftsvisum
Für Nationalitäten, die das Visum vorab beantragen müssen, oder für Geschäfts-, Studien- und Mehrfacheinreisevisa.
Visumverlängerung
Für Reisende, die über die ursprünglichen 30 Tage hinaus bleiben möchten.
Wichtige Reisehinweise für Jordanien
Für deutschsprachige Reisende ist Jordanien seit Generationen das Tor zur archäologischen Welt des Nahen Ostens — überschaubar in der Größe (etwa so groß wie Österreich), politisch deutlich stabiler als die meisten Nachbarstaaten und mit einer Tourismusinfrastruktur, die an die Erwartungen mitteleuropäischer Studienreisender gut angepasst ist. Petra — Hauptstadt der nabatäischen Karawanenkultur, die zwischen dem 4. Jahrhundert v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr. die Weihrauchstraße zwischen Arabien, Ägypten und dem Mittelmeer kontrollierte — ist mit ihren in den Felsen geschlagenen Tempelfassaden eines der eindrucksvollsten archäologischen Denkmäler der Welt. Die Anwanderung durch den Siq, eine 1,2 Kilometer lange Felsschlucht, die sich am Ende plötzlich auf das 40 Meter hohe Khazneh (Schatzhaus) öffnet, gehört zu den großen ersten Reisemomenten überhaupt. Die Felsstadt erstreckt sich über 264 Quadratkilometer mit Königsgräbern, der Säulenstraße, dem Kloster (Al-Deir, eine Stunde Aufstieg) und Klein-Petra (Siq al-Barid) — mehrere Tage sind realistischer als der oft empfohlene Tagesausflug. Jerash, 50 km nördlich von Amman, ist eine der besterhaltenen römischen Provinzstädte außerhalb Italiens — die deutsche Archäologie hat das Areal seit dem späten 19. Jahrhundert mitgeprägt. Wadi Rum — die rote Sandstein-Wüste, in der T. E. Lawrence („Lawrence von Arabien") während der arabischen Revolte 1916–1918 sein Hauptquartier aufschlug und die er in „Sieben Säulen der Weisheit" beschrieb — diente als Drehort für „Lawrence of Arabia", „Der Marsianer", „Rogue One", „Dune" und zuletzt zahlreiche weitere Großproduktionen. Das Tote Meer (-430 m, der tiefste Punkt der Erdoberfläche) sinkt jährlich um etwa einen Meter durch Wasserentnahme aus dem Jordan; die Salzkonzentration von etwa zehnfacher Meereswasser-Stärke macht das Schweben mühelos. Berg Nebo, von dem Mose laut Deuteronomium 34 das Gelobte Land sah, ist seit dem 4. Jahrhundert christlicher Pilgerort; Madaba beherbergt die berühmte byzantinische Mosaikkarte des Heiligen Landes (um 560 n. Chr., entdeckt 1884), eines der wichtigsten kartographischen Dokumente der Spätantike. Aqaba am Roten Meer ergänzt die Route mit Tauchplätzen, deren Korallenriffe wegen geringen Schiffsverkehrs außergewöhnlich gut erhalten sind. Direktflüge aus Frankfurt, München, Wien und Zürich machen die Anreise unkompliziert.
Entdecken Sie Jordanien
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Petra (nabatäische Felsstadt, eines der Neuen Sieben Weltwunder), Jerash (besterhaltene römische Provinzstadt außerhalb Italiens), Amman mit Zitadelle und römischem Theater, die umayyadischen Wüstenschlösser und Klein-Petra. Eine der dichtesten archäologischen Routen der Region.
Wadi Rum (roter Sand, Felsbögen, Beduinencamps, Sternenhimmel), Dana Biosphere Reserve mit Schluchtwanderungen, das Tote Meer auf -430 m und das Jordantal. Jordanien verbindet die unterschiedlichsten Trockenklima-Landschaften der Region.
Berg Nebo (Mose-Stätte), Madaba mit der byzantinischen Mosaikkarte, Bethanien jenseits des Jordan (al-Maghtas, Taufstelle Jesu, UNESCO), das Heilige Land jenseits des Jordan. Für katholische, evangelische und reformierte Pilgerreisen aus dem deutschsprachigen Raum eines der wichtigsten Programmziele.
Jordaniens überschaubare Größe (etwa wie Österreich) macht eine 7- bis 10-tägige Rundreise mit Amman, Jerash, Petra, Wadi Rum, Aqaba und dem Toten Meer realistisch. Studiosus, Gebeco, Marco Polo, Berge & Meer und weitere DACH-Veranstalter führen Jordanien als feste Programmgröße.
Aqabas Korallenriffe beginnen wenige Meter vor der Küste — zugänglich für Schnorchler und Taucher, mit ganzjährig warmem Wasser und einer Sicht, die durch den geringen Schiffsverkehr im Golf von Aqaba überdurchschnittlich gut ist.
Geld & Währung
Jordanischer Dinar (JOD)
Währungscode: JOD
Praktische Geldtipps
Jordanischer Dinar (JOD) — eine der stärksten Weltwährungen; 1 JOD ≈ 1,41 USD / 1,30 EUR
Jordanien verwendet den Jordanischen Dinar (JOD, auch JD, Symbol د.أ). Der JOD ist eine der stärksten Währungen der Welt: 1 JOD entspricht ca. 1,41 USD oder etwa 1,30 EUR. Der Dinar ist in 1.000 Fils unterteilt. Preise in Jordan wirken zahlenmäßig klein, entsprechen aber erheblichen Beträgen. Der JOD ist fest an den USD gebunden (ca. 0,709 JOD/USD). EUR, GBP und USD lassen sich gut bei Banken und lizenzierten Wechselstuben (Sarrafis) tauschen — am besten am Flughafen Amman bei der Ankunft oder in den Wechselstuben im Zentrum von Amman. Für Reisende aus der Schweiz gilt: CHF ist in Jordanien kaum direkt eintauschbar — CHF vor der Reise in EUR oder USD umtauschen. Wechselstuben in der Amman-Innenstadt bieten in der Regel bessere Kurse als Hotels.
Geldautomaten in Amman, Aqaba und Petra — Visa und Mastercard zuverlässig; abgelegene Regionen weniger versorgt
Geldautomaten sind in Amman (besonders in Abdali, Sweifieh und am Mecca Street-Bereich), Aqaba und am Petra-Besucherzentrum in Wadi Musa gut verfügbar. Arab Bank-, Bank of Jordan- und Cairo Amman Bank-Automaten akzeptieren internationale Visa- und Mastercard-Karten zuverlässig. Abhebungslimits liegen typischerweise bei 300–500 JOD pro Transaktion. In Wadi Rum gibt es keine Geldautomaten — ausreichend JOD in Aqaba abheben, bevor das Wüstenreservat betreten wird. In Jerash, Madaba und an der Toten-Meer-Zone gibt es Automaten, aber weniger. Die eigene Bank vor Reiseantritt informieren.
Kartenzahlung in Hotels und größeren Touristeneinrichtungen; Apple Pay und Google Pay wachsend, aber nicht universell
Visa und Mastercard werden in Mittelklasse- und gehobenen Hotels, größeren Restaurants in Amman, Mietwagenfirmen und am Hauptticketbüro von Petra akzeptiert. American Express nur in Luxushotels. Apple Pay und Google Pay werden in modernen Einrichtungen in Amman (Mecca Mall, City Mall, internationale Hotelketten) zunehmend unterstützt — außerhalb Ammans und in traditionellen Einrichtungen jedoch nicht zuverlässig. In Souks, lokalen Restaurants, Kleinstädten und Tankstellen außerhalb der Hauptstadt ist JOD-Bargeld erforderlich.
Preisniveau: Falafel ~0,50 JOD; Petra-Eintritt ~50 JOD (1 Tag); Totes Meer sehr teuer
Jordanien bietet sehr unterschiedliche Preisniveaus. Straßenessen: Falafel-Wrap 0,40–0,70 JOD; Mansaf (traditionelles Gericht) in einem lokalen Restaurant 3–6 JOD pro Person. Mittelklasse-Restaurant in Amman: 8–20 JOD pro Person. Petra 1-Tages-Eintritt: 50 JOD; 2 Tage: 60 JOD. Der Jordan Pass (ca. 70–80 JOD) kombiniert Einreisevisum (~40 JOD) mit kostenlosem Zugang zu Petra und über 40 weiteren Sehenswürdigkeiten — bei mehreren Zielen meist lohnenswert. Übernachtung im Wadi-Rum-Camp: 30–80 JOD pro Person. Resorthotels am Toten Meer: 100–200+ JOD pro Nacht. Trinkgeld: 10 % im Restaurant; 1–2 JOD pro Gepäckstück für Hotelpersonal; 3–5 JOD/Tag für Reiseführer.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
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